Donnerstag, 13. Juni 2013

Fortsetzung folgt

Jom haScho’a ist ein israelischer Nationalfeiertag und Gedenktag für die Opfer der Shoa einerseits und den jüdischen Widerstand und das Heldentum der jüdischen Untergrundkämpfer andererseits. An dem Tag um 10 Uhr heulen in Israel für zwei Minuten die Sirenen. Der öffentliche Nahverkehr und normalerweise auch alle anderen Fahrzeuge halten dann an, die meisten Passanten bleiben schweigend stehen. Israel hält inne.

Diese Form des Gedenkens möchte Yael Bartana jetzt parodieren. Sie ruft alle Kölnerinnen und Kölner dazu auf, am 28. Juni 2013 um 11 Uhr ihren Alltag für zwei Minuten symbolisch zu unterbrechen. Sie sollen innehalten und denken! Woran Sie denken sollen, gibt Yael Bartana auf der Homepage des Festivals bekannt:

“Drittes Reich und Holocaust sind nicht nur historische Ereignisse – sie haben weitreichende Wirkungen in unsere Gegenwart hinein: die Gründung des Staates Israel, die Besetzung der palästinensischen Gebiete, Flucht, Vertreibung in Europa und im Nahen Osten. Selbst die finanziellen Ungleichheiten in der EU sind vielfach noch immer Folgen des Zweiten Weltkriegs, so wie es Deutschlands Wohlstand ist.”

(zitiert aus: Gerd Buurmanns Blog Tapfer im Nirgendwo "Köln parodiert den Holocaustgedenktag", http://tapferimnirgendwo.com/2013/05/06/koln-parodiert-den-holocaustgedenktag/, Dank für den Hinweis an Werner Fleischer)

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